Nachhaltigkeitsbericht 2025
Blick von oben auf vier Personen, die an einem Tisch mit Nachhaltigkeitsgrafiken, Haftnotizen und einem Laptop arbeiten.Blick von oben auf vier Personen, die an einem Tisch mit Nachhaltigkeitsgrafiken, Haftnotizen und einem Laptop arbeiten.

Umwelt

Zertifiziertes Umweltmanagement

STILL legt großen Wert auf Umweltschutz und setzt sich im Rahmen seines HSE-Managementsystems dafür ein, seine Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Insbesondere die verantwortungsvolle Ressourcennutzung und die konsequente Reduktion von Umweltbelastungen vor Ort stehen im Fokus. Der indikatorenbasierte Ansatz konzentriert sich auf die Themen Energie und THG-Emissionen sowie Wasser und Abfall.

Mit der integrierten Management-Richtlinie „Nachhaltigkeit – Qualität – Arbeitssicherheit – Umweltschutz – Energie“ verpflichtet das Unternehmen alle Führungskräfte, umweltschonende und energieeffiziente Prozesse und Produktionsverfahren sowie die Vermeidung von Abfällen soweit wie möglich zu gewährleisten, natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden und Rohstoffe sparsam und verantwortungsvoll zu nutzen und Emissionen in Luft, Wasser und Boden zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern sowie sich aktiv an der Reduktion von THG-Emissionen durch die Geschäftstätigkeit zu beteiligen. Die Standorte von STILL haben sich verpflichtet, den konzernweiten HSE-Standard von KION umzusetzen, und entwickeln darüber hinaus spezifische Strategien, um die lokalen Bedingungen zu berücksichtigen. Zur Unterstützung dieser Bemühungen wurde für jede Landesgesellschaft ein HSE-Verantwortlicher ernannt.

Ein wesentliches Nachhaltigkeitsziel im Rahmen der Unternehmensstrategie ist die Zertifizierung aller Standorte nach ISO 14001 (Umweltmanagement). Mittlerweile sind alle Produktionsstandorte und nahezu alle Vertriebsorganisationen nach der gängigen Umweltschutznorm ISO 14001 zertifiziert. Zudem ist das Energiemanagementsystem an den größten Standorten nach ISO 50001 und/oder DIN EN 16247 zertifiziert. Regelmäßige Audits machen die Leistung transparent und schaffen die Voraussetzung, um auch in puncto Nachhaltigkeitsleistung immer besser zu werden. Das etablierte HSE-Managementsystem erfasst alle relevanten Daten für das Energie- und Umweltmanagement und ermöglicht damit ein effizientes Nachhaltigkeitsmanagement in der gesamten Organisation von STILL.

Prozentsatz der Standorte, die nach ISO 14001 zertifiziert sind

Das Säulendiagramm zeigt den Prozentsatz der Standorte mit ISO Zertifizierung nach 14001 über einen Dreijahresverlauf von 2023 bis 2025: 2023: 91 Prozent, 2024: 92 Prozent, 2025: 95 Prozent.

Energiemanagement

STILL verfolgt im Energiemanagement das Ziel, die Energieeffizienz zu steigern und den Energieverbrauch pro Fahrzeug zu senken. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf erneuerbare Energien und E-Mobilität sowie auf die flächendeckende Optimierung der Beleuchtungstechnik. So wurde damit begonnen, die Beleuchtung auf LED-Technologie umzustellen und Präsenzmelder an den Arbeitsplätzen zu installieren. Konzernweit wird bis 2030 eine vollständige Umstellung auf Ökostrom angestrebt. Im Geschäftsjahr 2025 bezog STILL sowohl in den Werken als auch in den Niederlassungen 99 Prozent des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen in Werken und Niederlassungen in 2025
%

Mit der vollständigen energetischen Sanierung des Hamburger Verwaltungsgebäudes und der Effizienzsteigerung des Fernwärmenetzes hat STILL einen großen Beitrag zur Verbesserung seiner Energiebilanz geleistet und THG-Emissionen reduziert. Der verantwortliche Umgang mit Energie und die Reduktion des Energieverbrauchs sind außerdem Teil der obligatorischen jährlichen HSE-Schulung.

Auch eine Verkürzung der Transportwege trägt dazu bei, Energie zu sparen: Die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Polen und Österreich werden heute über das neue Regional Service Center im tschechischen Brno direkt ab Lager beliefert. Durch die optimierten Transportwege und -zeiten kann STILL seine Kunden schneller beliefern, die Reaktionszeiten verkürzen und eine höhere Verfügbarkeit gewährleisten.

Die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz haben bei STILL eine lange Tradition. Bereits 2013 wurde der Produktionsstandort Hamburg nach ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Mittlerweile sind alle energieintensiven Produktionsstandorte von STILL zertifiziert und werden regelmäßig im Rahmen des aktuellen Zertifizierungszyklus überprüft.

Direkter und indirekter Energieverbrauch in GJ

Das Balkendiagramm zeigt den Energieverbrauch in GJ über einen Dreijahresverlauf von 2023 bis 2025: 2023: 704.729 GJ Gestamtververbrauch an Energie davon 475.264 GJ direkte Energie und 229.465 GJ indirekte Energie , 2024: 673.072 GJ Gestamtververbrauch an Energie davon 463.627 GJ direkte Energie und 209.445 GJ indirekte Energie, 2025: 657.827 GJ Gestamtververbrauch an Energie davon 436.605 GJ direkte Energie und 221.222 GJ indirekte Energie.
Gesamter direkter und indirekter Energieverbrauch nach Energiequelle in GJ

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gesamtverbrauch an Energie, direkt und indirekt

 

657.827

 

673.072

 

704.729

Direkt verbrauchte Energie

 

436.605

 

463.627

 

475.264

Diesel, nicht erneuerbar

 

242.095

 

255.999

 

258.501

Benzin, nicht erneuerbar

 

25.639

 

23.623

 

14.289

Heizöl, nicht erneuerbar

 

16.864

 

14.330

 

13.892

Kokskohle, nicht erneuerbar

 

36.717

 

58.829

 

74.874

Erdgas, nicht erneuerbar

 

112.710

 

108.830

 

111.714

LPG, nicht erneuerbar

 

544

 

697

 

709

Biodiesel, erneuerbar

 

384

 

0

 

0

Bioethanol, erneuerbar

 

25

 

0

 

0

Wasserstoff, erneuerbar

 

7

 

0

 

0

Solarelektr. selbst erzeugt, erneuerbar

 

1.621

 

1.319

 

1.285

Indirekt verbrauchte Energie

 

221.222

 

209.445

 

229.465

Strom

 

157.635

 

155.708

 

164.955

Wärme

 

63.587

 

53.737

 

64.509

Wasser

Selbstverständlich stellt STILL sicher, dass alle Anlagen auf dem Gelände den Kriterien aus der Betriebssicherheitsverordnung und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen entsprechen und regelmäßig geprüft beziehungsweise überwacht werden.

An den Standorten weltweit wurden Maßnahmen ergriffen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren, wie zum Beispiel Wasserspareinrichtungen in den Sanitärbereichen oder die Anweisung, Firmenfahrzeuge nur bei Bedarf zu waschen. Zur Abwasserreduktion trägt auch bei, dass die Pulverlackieranlagen in den Werken von STILL auf dem neuesten Stand der Technik sind. Automatisierte Prozesse und Technologien helfen, die Umweltverschmutzung zu reduzieren, indem das Wasser der Vorbehandlung im Kreislauf geführt und wiederaufbereitet wird. Verbrauchte Prozesswässer aus der Herstellung werden separiert und einer chemisch-physikalischen Aufbereitung zugeführt, bevor sie wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingeleitet werden.

Die Geschäftstätigkeit von STILL beeinträchtigt die Wasserqualität nur in sehr geringem Umfang, sodass bis auf den Einsatz von Leichtflüssigkeitswasserabscheidern keine weitere Vorbehandlung der Abwässer vor der Entsorgung notwendig ist. Ungeachtet dessen lässt STILL an einigen Standorten seine Abwässer regelmäßig durch externe Analysen überwachen.

Wasserentnahme in m3

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gesamtmenge der Wasserentnahme

 

78.910

 

118.314

 

121.130

Grundwasser

 

450

 

440

 

450

Städtische Wasserversorgung

 

78.460

 

117.874

 

120.679

Wasserentnahme aus anderen Quellen

 

0

 

0

 

1

Klimaschutz

Die weltweiten Anstrengungen zur Begrenzung der Erderwärmung und die damit einhergehenden Herausforderungen verlangen auch von STILL und seinen Partnern aktive und zukunftsgerichtete Klimaschutzmaßnahmen. Über seine eigene Geschäftstätigkeit hinaus arbeitet STILL bei diversen Themen bezüglich Energieverbrauch, Ressourceneffizienz und Senkung von THG-Emissionen eng mit seinen Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern zusammen.

Die Grundlage des Klima- und Energiemanagements von KION bildet das Pariser Klimaabkommen von 2015 mit dem Ziel, die Erderwärmung auf einem sektorübergreifenden Pfad auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Nach ersten Klimazielen im Jahr 2018 und einer umfassenden Strategieüberarbeitung ab 2021 hat sich KION im Jahr 2023 öffentlich dazu verpflichtet, bis spätestens 2050 Netto-Null-THG-Emissionen in ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die kurzfristigen Klimaziele und das Netto-Null-Ziel von KION im Jahr 2024 formell gewürdigt (siehe „Führende Ziele“). Alle genannten THG-Ziele des Konzerns sind Bruttoziele und beziehen negative THG-Emis­sionen, CO2-Kompensationen oder vermiedene THG-Emis­sionen als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele nicht mit ein.

Diagramm zum Reduktionspfad der Treibhausgasemissionen von KION vom Basisjahr 2021 bis Netto-Null spätestens 2050. Das kurzfristige Ziel bis 2030 sieht eine Reduktion der absoluten Scope-1- und -2-Emissionen um 42 % (4,7 % pro Jahr, linear) und der absoluten Emissionen aus der Nutzung verkaufter Produkte (Scope 3.11) um mindestens 25 % (2,8 % pro Jahr, linear) vor. Danach folgt das langfristige Ziel bis 2050.

Zur effektiven Steuerung der THG-Emissionen und des Energieeinsatzes – einschließlich der Nutzung erneuerbarer Energien – hat der Konzern ein umfassendes Klimamanagementsystem etabliert. Es umfasst sowohl die eigene Betriebstätigkeit als auch vor- und nachgelagerte Aktivitäten in der Wertschöpfungskette – vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Nutzung und Wieder­verwendung am Ende des Lebenszyklus. Als methodische Grundlage für die Erfassung und Steuerung der THG-Emissionen dienen die international anerkannten Standards des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol).

Um die strategischen Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu erreichen, beabsichtigt KION zukünftige Investitionen zu tätigen, deren Zeitpunkt und Umfang sich in der Planung befinden. Eine Konkretisierung ist mit einem Übergangsplan für das Geschäftsjahr 2026 angestrebt.

THG-Emissionen in kg CO2eq

Das Säulendiagramm zeigt die THG-Emissionen in kg CO2eq über einen Dreijahresverlauf von 2023 bis 2025: 2023: 48.703.692 kg Gesamtemissionen davon 34.357.546 kg in Scope 1, 3.940.772 kg in Scope 2 marktbasiert und 10.405.374 kg in Scope 3.3 ; 2024: 46.819.200 kg Gesamtemissionen davon 32.960.784 kg in Scope 1, 3.249.219 kg in Scope 2 marktbasiert und 10.609.197 kg in Scope 3.3 ; 2025: 44.180.080 kg Gesamtemissionen davon 30.555.797 kg in Scope 1, 3.396.223 kg in Scope 2 marktbasiert und 10.228.060 kg in Scope 3.3.
1 Indirekte (vorgelagerte) brennstoff- und energiebezogene THG-Emissionen
Umwelt – Treibhausgasemissionen

 

 

2025

 

2024

 

2023

Scope 1

 

30.555.797

 

32.960.784

 

34.357.546

Scope 2, marktbasiert

 

3.396.223

 

3.249.219

 

3.940.772

Scope 3.31, standortbasiert

 

10.228.060

 

10.609.197

 

10.405.374

Gesamtemissionen

 

44.180.080

 

46.819.200

 

48.703.692

1

Indirekte (vorgelagerte) brennstoff- und energiebezogene THG-Emissionen

Klimaschutzmaßnahmen zur CO2-Reduktion

Zur Reduktion der THG-Emissionen aus der eigenen Betriebstätigkeit (Scope 1) ersetzt STILL schrittweise Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Service- und Dienstwagenflotte durch Elektrofahrzeuge. Im Geschäftsjahr 2025 wurde dieses Konzept für eine geräuscharme und nachhaltigere Mobilität in der gesamten EMEA-Region systematisch vorangetrieben. Ziel ist die flächendeckende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte – vom Firmenwagen bis zum Service-Van. Dafür wurde zunächst für Deutschland ein praxisnahes und zukunftsfähiges E-Mobilitätskonzept erarbeitet, das 2026 flächendeckend umgesetzt werden soll und als Blaupause für die gesamte EMEA-Region dient. Als Grundlage wurden die Lademöglich­keiten zu Hause, am Arbeitsplatz, unterwegs und beim Kunden sowie die dafür erforderliche Infrastruktur detailliert analysiert. Um die Einsatzfähigkeit elektrischer Transporter insbesondere im Servicegeschäft sicherzustellen, wurden technische und regionale Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Zuladung und Ladezeiten der relevanten Fahrzeugtypen sorgfältig geprüft. Dieser Dekarbonisierungsansatz in Scope 1 ist eng mit der Reduktion der THG-Emissionen in Scope 2 verknüpft, da die Elektrifizierung der Flotte Hand in Hand geht mit einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien im eigenen Betrieb (siehe „Energiemanagement“).

In der Schweiz arbeitet STILL mit DKV Mobility zusammen. Seit 2022 werden dadurch mehr als 90 Prozent der Fahrzeuge über die DKV Climate Card betankt, wobei die beim Kraftstoffverbrauch anfallenden Emissionen über zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. An den nordischen Standorten in Dänemark, Schweden und Norwegen gilt ebenfalls seit 2022 eine Dienstwagenregelung, die ausschließlich Hybrid- und Elektrofahrzeuge zulässt. In Benelux wurde die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bereits eingeleitet, und an weiteren Standorten wird die Umstellung sukzessive geprüft und ausgeweitet. Parallel dazu wurde der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben – seit 2024 verfügen alle Hauptniederlassungen in Deutschland über entsprechende E-Ladestationen.

Im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen im Hamburger Werk wurden 2023 zwei CO2-Laserschneidanlagen in der Blechfertigung durch deutlich effizientere Faserlaseranlagen ersetzt. Neben einem geringeren Stromverbrauch wird dadurch CO2 weiter eingespart, da der Laser bei den neuen Anlagen nicht mehr mit Gas erzeugt wird.

Das Team von STILL setzte sich beim Stadtradeln 2025 ein – für den Klimaschutz sowie für eine bessere Radinfrastruktur in Hamburg – und belegte den dritten Platz im Unternehmensranking. Mehr als 254 Mitarbeitende legten mit 67.653 Kilometern einen neuen Team- und Kilometerrekord zurück. Dadurch wurden umgerechnet knapp 11 t CO2eq eingespart. Eine weitere Maßnahme zur Förderung eines emissionsfreien Arbeitswegs ist das erweiterte Stellplatzangebot am Standort Hamburg: Insgesamt stehen 250 überdachte Fahrradstellplätze auf zwei Etagen zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Fahrradakkus an einer Smart‑Charging-Station aufzuladen. Um nachhaltige Mobilität weiter zu fördern, ermöglichen alle deutschen Gesellschaften von KION ihren Beschäftigten, ihr Bruttoentgelt für ein Fahrradleasing umzuwandeln. Die Diensträder können die Mitarbeitenden auch privat nutzen.

Neben der aktiven Reduktion eigener Emissionen gleicht die Gesellschaft von STILL in der Schweiz THG-Emissionen ergänzend durch den Einsatz von Klimaschutzzertifikaten aus und unterstützt zu diesem Zweck ein ausgewähltes Klimaschutzprojekt. Bei dem unterstützten Projekt wird erneuerbare Energie aus Sägemehl gewonnen, das durch die Produktion von Rohmaterial für die Papierherstellung entsteht. Das Sägemehl wird als Biomasse für die Erzeugung von Wasserdampf wiederverwendet, der wiederum die Energiequelle für die Produktion von Rohmaterial ist. Mit diesem regenerativen System können folglich fossile Energiequellen als Wärmequelle abgelöst werden. Das Biomasseprojekt ist eines der einzigen Klimaschutzprojekte in Europa, das mit dem „Gold-Standard“ von Swiss Climate ausgezeichnet wurde.

Ab 2026 plant die Schweizer Gesellschaft, bei der Auslieferung an Kunden Elektro-Lkw einzusetzen und damit die bisherige Kompensation über Klimaschutzzertifikate durch eine direkte Emissionsreduktion im eigenen Betrieb abzulösen.

Weitere überwachte Emissionen

Die Gebäude von STILL befinden sich in der Regel in Industriegebieten, in denen keine Anwohner leben. Laufende Kontrollen und Messungen haben ergeben, dass Lärmschutzwände nicht notwendig sind. Demgegenüber verfügt STILL über interne Lärmschutzmaßnahmen: Alle Arbeitsplätze werden bezüglich der Lärmbelastung beurteilt. Dazu wurde ein Lärmkataster aufgebaut, das durch die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz regelmäßig aktualisiert wird. Anhand der Risikobewertung wird die beste Methode zum Schutz der Beschäftigten vor lärmbedingtem Hörverlust ermittelt. So wurden beispielsweise an allen Produktionsstandorten Lärmwarnschilder angebracht und kostenlose Gehörschützer werden zur Verfügung gestellt. Außerdem werden laute Maschinen eingekapselt und Lärmschutzwände installiert.

Um nicht nur die eigenen Mitarbeitenden, sondern auch die Umwelt vor gefährlichen Stoffen zu schützen, sind zur Begrenzung der Emissionen aus unseren Anlagen an relevanten Standorten Filtersysteme installiert. Die Eisengießerei Dinklage GmbH verfügt beispielsweise über hochwirksame Filtersysteme, um den Feinstaubeintrag in die Atmosphäre auf ein nicht vermeidbares Minimum zu verringern.

Sonstige signifikante Luftschadstoffemissionen in kg

Das Balkendiagramm zeigt die Gesamtmenge sonstiger signifikanter Luftschademissionen über einen Dreijahresverlauf von 2023 bis 2025: 2023: 1.928.112 Kilogramm, 2024: 1.709.706 Kilogramm, 2025: 1.173.383 Kilogramm.
Sonstige signifikante Luftschadstoffemissionen nach Emissionsart in kg

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gesamtmenge sonstiger signifikanter Luftschadstoffemissionen

 

1.173.383

 

1.709.706

 

1.928.112

Kohlenmonoxid (Luftemissionen, CO)

 

1.144.960

 

1.675.653

 

1.884.679

Stickstoffoxide (NOx)

 

4.523

 

3.270

 

3.678

Schwefeloxide (SOx)

 

1.0491

 

1.0191

 

5.141

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

 

22.145

 

29.104

 

34.220

Feinstaub (PM)

 

704

 

658

 

386

Sonstige Emissionen in die Luft

 

2

 

4

 

8

1

SOx-Werte basieren seit 2024 auf einer neuen Messmethode

Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz wird bei STILL als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der darauf abzielt, die Nutzung von Flurförderzeugen und Komponenten über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu optimieren, Materialien durch Instandhaltung, Wiederverwendung und Recycling systematisch zurückzuführen sowie Abfälle zu minimieren.

Das Ersetzen von kritischen oder gefährlichen Stoffen durch weniger kritische ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des bewussten Umgangs mit Ressourcen. Dies gilt sowohl für Rohstoffe als auch für Betriebsstoffe, die für die Produktion benötigt werden, aber nicht Teil des Endprodukts sind. So wurde beispielsweise 2024 ein Schutzlacksystem für Leiterplatten ersetzt, nachdem der Hersteller eine Neueinstufung als CMR-Stoff vorgenommen hatte. Im Jahr 2025 wurde zudem die Kühlflüssigkeit für die Produkte auf ein weniger schädliches Produkt umgestellt. Dieser bewusste Umgang mit gefährlichen Stoffen schützt Kunden, Mitarbeitende und Umwelt gleichermaßen.

An der Spitze der Abfallhierarchie steht die Abfallvermeidung. Um diesem Ziel gerecht zu werden, hat STILL in verschiedenen Bereichen Mehrwegsysteme installiert. So wird beispielsweise der überwiegende Teil der Ersatzteil­versorgung einzelner Standorte sowie von Technikerinnen und Technikern in mehreren europäischen Ländern im Mehrwegsystem realisiert. In Ländern, in denen dies nicht möglich ist, werden unter anderem Kartonagen wiederverwendet, um wichtige Ressourcen einzusparen und Abfälle zu vermeiden.

Auch die Beschäftigten selbst leisten einen aktiven Beitrag zur Abfallreduktion. So nimmt die Betriebsgastronomie von STILL in Hamburg am RECUP- beziehungsweise REBOWL-System teil – dem größten Mehrwegsystem für Getränke und Speisen zum Mitnehmen in Deutschland. Darüber hinaus wurde 2025 eine Mitarbeiteridee umgesetzt, wonach die Kaffeeautomaten im Stammhaus keine Einwegbecher mehr ausgeben.

Wenn Abfälle sich nicht ganz vermeiden lassen, legt STILL höchsten Wert auf qualitativ hochwertiges Recycling – im eigenen Werk oder mit Kooperationspartnern. Seit Jahren werden in der hauseigenen Eisengießerei Schrottabfälle zu neuen Heckgewichten für STILL Stapler verarbeitet und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Gemäß den konzernweiten HSE-Richtlinien sind alle lokalen Organisationen – einschließlich STILL – verpflichtet, Verfahren zur Wiederverwertung ihrer Abfälle einzuführen und anzuwenden.

Ressourcenschonung und CO2-Reduktion spielen darüber hinaus bereits bei der Planung von Veranstaltungen wie Messen eine wichtige Rolle. Ein Beispiel: Bei der LogiMAT 2025 überprüfte und optimierte STILL erneut den geplanten Messe­auftritt im Vorfeld umfassend. Regionale Beschaffung, Abfallreduktion sowie soziale und ökologische Kriterien standen dabei bei Partnern und Lieferanten im Vordergrund, insbesondere aber die Wiederverwertung des Messestands. Was im Vorjahr als Pionierleistung begann, ist heute fester Bestandteil des STILL Messekonzepts – die Zusammenarbeit mit dem Leipziger Unternehmen Trash Galore GbR, das nicht wiederverwertbare Materialien des Messestands an gemeinnützige Einrichtungen vermittelt. So konnten im Jahr 2025 rund 959 kg Material, darunter über 493 kg Teppich, 444 kg Regalsysteme und 22 kg Textilien, an den Kunstverein Wagenhalle e. V., die Jugendfarm Sindolino, das Stuttgarter Jugendhaus und die Lederschmiede gespendet werden. Dank dieser Kooperation konnten wertvolle Ressourcen weiterverwendet, über 4.000 kg CO2eq eingespart und die wichtige Arbeit der beteiligten gemeinnützigen Projekte unterstützt werden.

Gespendetes wiederverwertbares Material des Messestandes in Zusammenarbeit mit Trash Galore in 2025

Das Donut-Diagramm zeigt das gespendete wiederverwertbare Material des Messestandes in Zusammenarbeit mit Trash Galore insgesamt 958 kg Material: darunter über 493 kg Teppich, 440 kg Regalsysteme und 22 kg Kunststoff an den Kunstverein Wagenhalle e. V., die Jugendfarm Sindolino, das Stuttgarter Jugendhaus und die Lederschmiede.

Für Produktionsabfälle arbeitet STILL in Hamburg ausschließlich mit qualifizierten Entsorgungsunternehmen zusammen, die folgende Verwertungsverfahren anwenden:

  • Recycling und Rückgewinnung organischer Stoffe,

  • Anwendung zur Aufarbeitung der Schlämme und Rückstände aus dem Küchenfettabscheider,

  • Verwertung von Speiseabfällen aus der Betriebsgastronomie über ReFood,

  • Recycling und Rückgewinnung von anorganischen Stoffen – bezieht sich auf die Aufarbeitung von wässrigen Lösungen und Bearbeitungsemulsionen – sowie

  • Austausch von Abfällen, um diese einem abschließenden Verwertungsverfahren mit einer vorgeschalteten Aufarbeitung durch zum Beispiel Konditionierung oder Trocknung zu unterziehen.

Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Verwertung in t in 2025

Das Balkendiagramm zeigt den Abfall zur Verwertung für das Jahr 2025 in Tonnen: 3.844 t gefährlicher Abfall zur Verwertung davon 3.273 t recycelt, 32 t vorbereitet zur Wiederverwertung, 539 t andere Verwertungsmethoden ; 16.968 t ungefährlicher Abfall zur Verwertung davon 15.127 t recycelt, 860 t vorbereitet zur Wiederverwertung, 981 t andere Verwertungsmethoden.
Umwelt – Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Beseitigung

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gefährlicher Abfall zur Verwertung

 

3.844

 

4.280

 

3.542

Recycelt

 

3.273

 

3.878

 

2.762

Vorbereitet zur Wiederverwendung

 

32

 

22

 

66

Andere Verwertungsmethoden

 

539

 

380

 

714

Ungefährlicher Abfall zur Verwertung

 

16.968

 

15.288

 

16.558

Recycelt

 

15.127

 

13.618

 

14.989

Vorbereitet zur Wiederverwendung

 

860

 

874

 

655

Andere Verwertungsmethoden

 

981

 

796

 

914

Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Beseitigung in t in 2025

Das Balkendiagramm zeigt den Abfall zur Beseitigung für das Jahr 2025 in Tonnen: 853 t gefährlicher Abfall zur Beseitigung davon 50 t verbrannt, 380 t deponiert, 424 t andere Beseitigungsmethoden ; 5.257 t ungefährlicher Abfall zur Beseitigung 312 t verbrannt, 4.084 t deponiert, 861 t andere Beseitigungsmethoden.
Umwelt – Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Verwertung

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gefährlicher Abfall zur Beseitigung

 

853

 

981

 

1.049

Verbrannt

 

50

 

52

 

52

Deponiert

 

380

 

473

 

639

Andere Beseitigungsmethoden

 

424

 

457

 

359

Ungefährlicher Abfall zur Beseitigung

 

5.257

 

6.983

 

4.926

Verbrannt

 

312

 

350

 

217

Deponiert

 

4.084

 

5.692

 

3.734

Andere Beseitigungsmethoden

 

861

 

941

 

975

Gesamter Abfall in t

 

 

2025

 

2024

 

2023

Gefährlicher Abfall

 

4.697

 

5.261

 

4.591

Ungefährlicher Abfall

 

22.225

 

22.271

 

21.484

Gesamtabfall zur Beseitigung

 

611

 

7.964

 

5.975

Gesamtabfall zur Verwertung

 

20.812

 

19.568

 

20.100

Weitere Aktionen

Im Rahmen der obligatorischen jährlichen HSE-Unterweisung werden auch Themen im Zusammenhang mit dem Umwelt-, Klima- und Energiemanagement des Unternehmens behandelt, wie zum Beispiel Energie- und Wasserverbrauch, Abfalltrennung oder Klimarisiken.

Prozentsatz der Standorte, an denen Beschäftigte im Rahmen einer HSE-Schulung zu Umweltthemen geschult wurden

Das Balkendiagramm zeigt den Prozentsatz der Standorte, an denen Mitarbeitende geschult wurden über einen Dreijahresverlauf von 2023 bis 2025: 2023: 90 Prozent, 2024: 93 Prozent, 2025: 96 Prozent.

Neben den Unterweisungen werden auch bewusstseinsfördernde Kampagnen zu aktuellen Themen durchgeführt. So wurden beispielsweise die Mitarbeitenden in Spanien angesichts der anhaltenden Dürre in Katalonien und Andalusien im Jahr 2024 intensiv im sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser geschult.

Den Erfolg der Sensibilisierung der Beschäftigten für Umweltfragen belegen unterschiedliche Umweltschutzaktionen im Unternehmen:

  • Nahezu alle Einheiten arbeiten inzwischen unter dem Schirm der ISO-14001-Zertifizierung; die letzten Standorte werden 2025 folgen.

  • In der Schweiz kommt regelmäßig zu Ostern der „Recycling Bunny“ mit Ideen, Tipps oder Anregungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit zu den Mitarbeitenden.

  • Einen Beitrag zur Biodiversität leistet STILL in Hamburg, indem das Unternehmen seit mittlerweile sechs Jahren ein Bienenvolk auf dem Betriebsgelände beherbergt. In Dänemark werden zudem die Grünflächen zugunsten der Insektenwelt nicht mehr gemäht.

Ideenmanagement

Das Ideenmanagement ist bei STILL bereits seit Jahren eine feste Institution und unterstützt durch die Vorschläge aller Mitarbeitenden die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens. Qualität, Produktivität und Arbeitszufriedenheit werden somit auf Basis der Kenntnisse und Erfahrungen der gesamten Belegschaft verbessert. Ungenutzte Potenziale sollen aktiviert und in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung des gesamten Produkt- und Dienstleistungsportfolios einfließen. Das umfasst auch Produktions- und Arbeitsabläufe sowie die Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes. Verbesserungsideen werden durch einen Gutachter des betreffenden Fachbereichs mithilfe festgelegter Bewertungskriterien beurteilt und anhand der sich daraus ergebenden Punktebewertung honoriert.

Ein Beispiel ist die im Berichtsjahr am Hauptsitz Hamburg eingereichte Idee zur Wiederverwertung von Kanthölzern. Die als Ladehilfsmittel verwendeten und bislang entsorgten Kanthölzer werden der Idee folgend nach der Verwendung gesammelt und wiederverwendet. Mit der für das Jahr 2026 geplanten Umsetzung können voraussichtlich etwa 2.900 Kanthölzer pro Jahr eingespart werden; das entspricht circa 27,84 m3 Holz.

Im Rahmen einer auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichteten Ideenmanagement-Kampagne aus dem Jahr 2023 wurden verschiedene Mitarbeiterideen umgesetzt, die auch im Geschäftsjahr 2025 fortgeführt wurden. Dazu zählt die Reduktion von Plastikmüll bei der Lieferung von Zylindern für die Produktion: In Zusammenarbeit mit dem Lieferanten werden die Zylinder nun gebündelt geliefert, wodurch der Verpackungsaufwand und damit der Kunststoffeinsatz deutlich reduziert werden. Darüber hinaus konnte die Anzahl gedruckter Lieferscheine für Ersatzteile von zwei auf ein Exemplar halbiert werden, was zu erheblichen Einsparungen an Papier und Toner führt.

Seit 2023 wird zudem auf den Einsatz von Plastik-Schnellverschlusstüten in der Fertigung verzichtet. Fertigungsaufträge, die zuvor in solchen Tüten weitergegeben wurden, werden seither ohne Kunststoffverpackung im Prozess weitergeleitet.

Auch eine sozial nachhaltige Initiative wurde 2025 fortgeführt: Regionales Obst wird geerntet und von Menschen mit Behinderung oder sozialen Benachteiligungen zu Fruchtsäften verarbeitet, die anschließend in der Kantine im Stammhaus Hamburg für die Beschäftigten erhältlich sind.